Das Netz diskutiert Sarazzins Islamanalyse

NETZFUND
„Eine kleine Zusammenfassung der Diskussion gestern zwischen Roger Köppel und Thilo Sarrazin in Zürich

Zunächst muss ich gestehen daß ich das neue Buch Sarrazins noch nicht lesen konnte wegen Arbeitszeiten und Prüfungsvorbereitungen in der Schweiz. Es steht aber wie eben doch auch für viele in Deutschland auf der Interessenliste ganz oben. Eingangs wurde natürlich schon diskutiert über Rezensionen dieses Buches in den dt. Medien. Es gibt eindeutig ein paar sachliche Fehler, das gab Sarrazin auch zu. Allerdings ist der *Giftschrank* Sarrazins in diesem Buch wohl eher sein Zahlenmaterial, Fakten und Studien. Darauf beziehen sich seine Schlüsse. Natürlich muss man wenn man sich mit dem Islam auseinander setzen möchte einige Zahlen anführen aus komplett muslimischen Ländern z.B. über Bildung der Frauen.

Zunächst wurde der Unterschied dieser Religion gegenüber anderen erwähnt. Da Sarrazin sich den Koran von der ersten bis zu letzten Zeile mehrmals durchgelesen hatte kam er natürlich auf die autoritäre Struktur und den Hass auf Menschen, die ausserhalb dieser Religionsstruktur leben, zu sprechen. Hier wurde übrigens kritisiert von Islamverbänden, dass er den Koran in einer deutschen Übersetzung las und nicht in Arabisch, denn dies hätte zu seinem Verständnis deutlich besser beigetragen….

Was viele von uns wissen aber was wir nicht aussprechen dürfen ist die Tatsache dass der Islam in seinem kompletten Wesen Politik darstellt. Der Koran gibt die Anleitung zum gesellschaftlichen Leben einer autoritären Gemeinschaft, die das Individuum verachtet. Dabei steht als Kernpunkt eine Geschlechterneurose.

Sarrazins negative Kritiken übersahen allesamt ein Kapitel in senem Buch, nämlich jenes was er der Rolle der Frau im Islam widmet. Dort findet man das Wesen und den Knackpunkt von Clanstrukturen und organisierter Unterdrückung. Die Frau als Objekt um über die Geburtenrate die Ideologie auszubreiten. Nichts anderes passiert auch gerade in Europa. Sie muss früh verheiratet, ungebildet und abhängig gehalten werden. Damit ist ihre Position untergeordnet und der Ehemann kann sie jeder Zeit verstoßen. Die Söhne aber müssen sie ernähren. Somit wird die Erziehung der Mütter ebenfalls wieder extremst unterdrückend den Töchtern gegenüber denn deren Ehre bedeuten auch den Wohlstand der Mutter. Frauen, die sich aus diesen Clan Strukturen befreien können gehört grösster Respekt. Sie können tatsächlich als Erste Reformen erreichen. Das erwähnte auch schon Zana Ramadani in ihrem Buch.

Die Diskussion war lebhaft, mit viel Applaus für gewisse Statements wobei jegliche negative Kritik mit erwähnt wurde. Fast war es so als ob man Erleichterung verspürte dass gewisse Dinge mal gesagt werden dürfen. Ein Kantons-Abgeordneter (strenger Kritiker von Jaqueline Fehr) fragte Sarrazin nach seinen Ansatzpunkten für eine verbesserte Integration bzw. das Vermeiden der Entstehung von Parallelstrukturen.
Sarrazin entgegnete dass als Erstes eine Umstellung der Sozialpolitik erfolgen müsse. Kinderreichtum der Clans sollte zunehmend durch den eigenen Verdienst geleistet werden, nicht durch staatliche Sozialhilfe.
Für die Mädchen ist ein Kopftuch Verbot an den Schulen mit Pflichbeteiligung am Schwimm Unterricht und allen anderen sozialen Events zwingend notwendig. Gerade in der Schule muss der Geschlechterseparation schon vorbgebeugt werden. Es ist ein wesentlicher Schritt zur Freiheit der Mädchen.

Zu guter Letzt müssen wir unsere Mentalität und die Struktur des Denkens in den Köpfen ändern. Strenger Glaube und Demokratie sind im Islam schlecht vereinbar. Wir in Europa versuchen unsere Gesellschaften zu ändern für die Gruppe der *edlen Wilden der Muslime*, wie sie auch gerne gesehen werden. Es muss aber mehr Aufmerksamkeit den Defiziten dieser Gruppe gewidmet werden. Geburtenrate, Sozialleistungsempfang, Beitrag zur Rente, Bildung der Kinder u.a. muss mehr in den Mittelpunkt gerückt werden durch sachliche und unemotionale Zahlen. Es muss eine Wendung statt finden von der ewigen Opfer Rolle dieser Gruppe zur Darstellung des Ist-Zustandes. Dazu können auch gruppenorientierte Pisa Studien helfen.
Jegliche Unterstützung der Islamverbände aus dem Ausland ist zu überprüfen, die Finanzierung aufzudecken und zu streichen wenn sie zweifelhaft erscheint. Der Einfluss der Ditib in Deutschland muss eingeschränkt werden und die Predigten in den Moscheen in der jeweiligen Landessprache erfolgen.

Hier kann man wieder erkennen warum das Buch Zündstoff ist.

Es gab noch einige gute Diskussionspunkte und ich möchte mich auch bei meiner deutschen Sitznachbarin bedanken für eine gutes Gespräch im Anschluss. Sie kam extra rüber..über die Grenze. Das Schweizer Publikum sieht die Gesamtsituation offenbar wesentlich nüchterner und realistischer. Der Andrang war sehr groß und es gab viel Beifall. Köppel erwähnte wie so oft die Möglichkeit in der Schweiz (noch!) durch direkte Demokratie Dinge beeinflussen zu können. Übrigens gab es noch als Anekdote den Satz dass führende Politiker in Deutschland zu 99% überhaupt nichts über den Islam wissen.

Almut Meyer



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